Meine Lehre – meine Zukunft
Herzlich willkommen. Du interessierst dich für eine kaufmännische Lehre in der Öffentlichen Verwaltung? Wir freuen uns über dein Interesse. Unter dem Titel «Meine Lehre – meine Zukunft» findest du Wissenswertes über die Lehre in der Branche Öffentliche Verwaltung. Laura und Marc geben dir einen Einblick in ihre Ausbildungen.

«Meine Lehre – meine Zukunft» – der Film:
Meine Lehre - meine Zukunft - Film abspielen
«Meine Lehre – meine Zukunft in der Gemeindeverwaltung»
Marc: Gemeindeverwaltung
Ich habe mich für eine kaufmännische Lehre in der Gemeindeverwaltung entschieden. Ich arbeite gerne praktisch und sehe gerne den Nutzen meiner Arbeit. In der Gemeinde unterstütze ich Menschen mit meinen Dienstleistungen. In meiner Ausbildung erlebe ich verschiedenste Arbeitsgebiete. Ich bin unseren Kunden administrativ behilflich von der Geburt bis zum Tod. Unsere Gemeinde entwickelt sich, es wird viel gebaut. Dank dem Baubewilligungsverfahren begleite ich die Bauherrschaft von der Absicht zu bauen bis zur Bezugsbewilligung. Will jemand ein grosses Fest organisieren, so weiss ich, welche Bewilligungen notwendig sind und kann diese auch ausstellen.

Sorgfältiges Arbeiten ist das A und O auf der Finanzabteilung. Es beginnt mit dem Kontieren der Rechnung, der zeitgerechten Bezahlung und endet mit der Verbuchung und Ablage. Die Gemeindeverwaltung stellt ihre Dienstleistungen in Rechnung. Ich weiss, wie ich eine korrekte Rechnung erstellen muss, wie ich Zahlungseingänge verbuche und was ich zu tun habe, wenn eine Rechnung nicht bezahlt wird.

Gerät ein Einwohner, eine Einwohnerin in wirtschaftliche oder persönliche Not, vermittle ich den Kontakt mit der entsprechenden Stelle, welche professionelle Unterstützung und Hilfe leistet. Dank meinem Fachwissen berate ich sogar meine Familie, meine Bekannten und Freunde bei der Erstellung ihrer Steuererklärungen. Die Kontakte mit unseren Aussenstellen wie z.B. dem Werkhof, der Abfallsammelstelle, der Feuerwehr oder der Polizei bereichern meinen Ausbildungsalltag. Dank Kurzeinsätzen in diesen Aussenstellen erlebe ich, wie viele Aufgaben eine Gemeinde für ihre Einwohnerinnen und Einwohner erbringt. Viele unserer Leistungen und Kontakte mit den Einwohnerinnen und Einwohnern halten wir im Archiv für unsere Nachwelt fest. Ich trage gerne meinen Teil zum Funktionieren unserer Gemeinde bei.
«Meine Lehre – meine Zukunft in einer Kantonalen Verwaltung»

Laura: Kantonale Verwaltung
Meine dreijährige kaufmännische Ausbildung absolviere ich bei der Kantonalen Verwaltung.

Ich entschied mich für diese Lehre, da ich praktisch arbeiten und mich an ganz unterschiedlichen Ausbildungsorten bewegen kann.

In der Berufsfachschule sehe ich hinter die Kulissen und lerne die Lehrerinnen und Lehrer von einer ganz anderen Seite kennen. Zugleich bin ich verantwortlich für die Erstellung der Zeugnisse und PowerPoint Präsentationen, die im Schulunterricht verwendet werden. Unsere Kunden sind andere Jugendliche, die ebenfalls eine Lehre durchlaufen wie ich.

Fremdsprachen kann ich im Callcenter beim Strassenverkehrsamt jeden Tag gebrauchen. Nun weiss ich genau, wie ich zu einem Lernfahrausweis komme und wie die Fahrprüfung bestanden werden kann. Am Schalter bediene ich unsere Kunden, welche neue Nummernschilder oder Versicherungsnachweise abholen kommen. Es braucht etwas Mut, nicht nervös zu werden, wenn viele Kunden gleichzeitig etwas von mir wollen. Am Abend bin ich glücklich, da ich ganz genau weiss, vielen Bürgerinnen und Bürgern einen top Dienstleistungsservice geboten zu haben.

Bei der Kantonalen Verwaltung werden alle Lehrverträge beim Mittelschul- und Berufsbildungsamt genehmigt und überwacht. Oft erhalte ich ganz unterschiedliche telefonische Anfragen wie z. B. darf der Lernende am Samstag oder Sonntag einen Nebenjob annehmen? Wie steht es mit der geregelten Arbeitszeit etc. Ich kann anderen Jugendlichen helfen, dass sie zu ihrem Recht kommen, das erfüllt mich sehr.

Die Kinder- und Jugendzentren in den einzelnen Regionen übernehmen eine grosse soziale Verantwortung. Hier werde ich mit äusserst anspruchsvollen Situationen konfrontiert und merke zugleich, dass es nicht alle Familien und Jugendlichen so gut haben wie ich. Dank unseren Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern lerne ich sehr viel über Massnahmen, die zum Wohle von den Klienten getroffen werden. So besuchte ich schon ein Wohnheim für Jugendliche oder war bei einer Budgetbesprechung dabei.

Aber eine der spannendsten Ausbildungsplätze ist sicher die Staatsanwaltschaft. Wir werden täglich mit Untersuchungsfällen konfrontiert, die reell sind und nicht ablaufen wie im Film. Von der Kantonspolizei werden Personen zur Einvernahme begleitet, wo ich teilweise das Protokoll erstellen darf und bei der Befragung mit den Angeklagten am gleichen Tisch sitze. Bei dieser Arbeit bin ich reifer geworden und weiss nun ganz genau, wie sich solche Fälle abspielen.

Die Anklageschrift sowie die Polizeirapporte müssen ohne Fehler verfasst werden, was mich stets herausfordert und meine Konzentrationsfähigkeit stärkt. Vielleicht studiere ich nach meiner Lehre noch Rechtswissenschaft, da dieses Gebiet sehr umfangreich und spannend ist.

Dank der äusserst vielfältigen Ausbildung bin ich gut auf den Berufsalltag vorbereitet und habe mir viel Allgemeinwissen und Fachwissen angeeignet.

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